Die richtige Bikini-Größe findest du, indem du deinen Unterbrustumfang, deinen Brustumfang und deinen Hüftumfang mit einem Maßband genau ausmisst und diese Werte mit einer standardisierten Größentabelle vergleichst. Achte darauf, dass das Band eng, aber nicht einschneidend anliegt. Da Bikini-Stoffe im Wasser nachgeben, solltest du im Zweifelsfall die kleinere Größe wählen oder auf Modelle mit verstellbaren Bändern setzen, um eine optimale Passform und Halt zu garantieren.
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Die Bedeutung der richtigen Passform bei Bademode
Nichts ruiniert einen Tag am Strand oder am Pool schneller als ein Bikini, der ständig verrutscht, einschneidet oder unangenehme Abdrücke hinterlässt. Die richtige Größe ist nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern vor allem des Wohlbefindens und der Funktionalität. Bademode besteht meist aus elastischen Materialien wie Polyamid und Elasthan, die sich im nassen Zustand ausdehnen. Ein Bikini, der im trockenen Zustand in der Umkleidekabine gerade so passt, kann im Wasser schnell zu locker sitzen.
Ein gut sitzender Bikini unterstützt deine Körperform, gibt Sicherheit bei Bewegungen und sorgt dafür, dass alles dort bleibt, wo es hingehört. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass Konfektionsgrößen je nach Hersteller stark variieren können. Deshalb solltest du dich niemals blind auf eine Zahl verlassen, sondern deine aktuellen Maße als Grundlage für die Auswahl nehmen.
Vorbereitung: So misst du dich richtig aus
Um deine ideale Bikini-Größe zu ermitteln, benötigst du lediglich ein flexibles Maßband und idealerweise einen Spiegel, um den korrekten Sitz des Bandes zu kontrollieren. Am besten misst du dich unbekleidet oder in sehr dünner Unterwäsche aus, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Das Maßband sollte immer waagerecht um den Körper geführt werden und eng anliegen, ohne dabei in die Haut einzuschneiden.
Den Unterbrustumfang ermitteln
Der Unterbrustumfang ist das wichtigste Maß für das Bikini-Oberteil, da er für den Halt verantwortlich ist. Lege das Maßband direkt unterhalb der Brust an. Atme ganz normal aus und achte darauf, dass das Band am Rücken auf der gleichen Höhe liegt wie vorne. Dieser Wert in Zentimetern entspricht der Basisgröße für das Oberteil, wie du sie auch von herkömmlichen BHs kennst.
Den Brustumfang messen
Für die Bestimmung der Cup-Größe misst du den Brustumfang an der fülligsten Stelle deiner Brust. Meist ist dies auf Höhe der Brustwarzen. Halte das Maßband locker, aber stabil. Es darf die Brust nicht flach drücken. Die Differenz zwischen deinem Brustumfang und deinem Unterbrustumfang ergibt später deine Cup-Größe von A bis G oder höher.
Den Taillenumfang bestimmen
Obwohl die Taille für viele Bikini-Hosen weniger entscheidend ist als die Hüfte, hilft dieser Wert bei High-Waist-Modellen enorm. Miss an der schmalsten Stelle deines Oberkörpers, die sich meist kurz oberhalb des Bauchnabels befindet.
Den Hüftumfang messen
Für die Bikini-Hose ist der Hüftumfang maßgeblich. Stelle dich aufrecht hin und schließe deine Beine. Führe das Maßband um die breiteste Stelle deines Gesäßes. Achte auch hier darauf, dass das Band waagerecht verläuft, um ein präzises Ergebnis zu erhalten.
Größentabelle für Bikini-Oberteile
Sobald du deine Maße hast, kannst du sie in Tabellen übersetzen. Die folgende Tabelle dient als Orientierungshilfe für die gängigen europäischen Größen.
| Unterbrustumfang (cm) | EU-Größe (Unterbrust) | Brustumfang Cup A (cm) | Brustumfang Cup B (cm) | Brustumfang Cup C (cm) |
|---|---|---|---|---|
| 63 – 67 | 65 | 77 – 79 | 79 – 81 | 81 – 83 |
| 68 – 72 | 70 | 82 – 84 | 84 – 86 | 86 – 88 |
| 73 – 77 | 75 | 87 – 89 | 89 – 91 | 91 – 93 |
| 78 – 82 | 80 | 92 – 94 | 94 – 96 | 96 – 98 |
| 83 – 87 | 85 | 97 – 99 | 99 – 101 | 101 – 103 |
Größentabelle für Bikini-Hosen
Die Bikini-Hose orientiert sich meist an deiner normalen Hosengröße. Wenn du zwischen zwei Größen schwankst, solltest du die kleinere wählen, da sich das Material im Wasser dehnt.
| Hüftumfang (cm) | Konfektionsgröße (EU) | Internationale Größe |
|---|---|---|
| 86 – 90 | 34 | XS |
| 91 – 95 | 36 | S |
| 96 – 100 | 38 | M |
| 101 – 105 | 40 | L |
| 106 – 110 | 42 | XL |
Besonderheiten bei verschiedenen Bikini-Schnitten
Nicht jeder Schnitt passt zu jeder Figur gleich gut, auch wenn die gemessene Größe theoretisch stimmt. Bei [Webseitenname] wissen wir, dass das Design einen großen Einfluss darauf hat, wie sich die Größe am Körper anfühlt.
Triangle-Bikinis
Diese klassischen Modelle sind oft sehr flexibel, da sie sowohl am Nacken als auch am Rücken gebunden werden. Hier kannst du variieren, wie eng das Oberteil sitzen soll. Wenn du eine größere Oberweite hast, solltest du darauf achten, dass die Dreiecke groß genug sind, um die Brust ausreichend zu bedecken, da sie oft weniger Seitenhalt bieten.
Bügel-Bikinis
Diese Modelle funktionieren wie ein klassischer BH. Hier ist die exakte Cup-Größe entscheidend. Ein zu kleiner Bügel drückt in das Brustgewebe, während ein zu großer Bügel absteht und keinen Halt bietet. Achte darauf, dass der Bügel die Brust komplett umschließt und flach auf dem Brustkorb aufliegt.
Bandeau-Bikinis
Bandeau-Oberteile sind ideal für eine streifenfreie Bräune, bieten aber oft weniger Halt für große Oberweiten. Viele Modelle verfügen über Silikonstreifen am inneren Rand, damit sie nicht rutschen. Hier ist ein enger Sitz des Unterbrustbandes besonders wichtig, da keine Träger das Gewicht stützen.
High-Waist-Hosen
Dieser Retro-Schnitt betont die Taille und kaschiert den unteren Bauchbereich. Hier ist es wichtig, dass der Bund nicht einschneidet, da dies unschöne Röllchen betonen könnte. Achte darauf, dass die Hose am Beinausschnitt gut abschließt, damit sie bei Bewegung nicht verrutscht.
Das Konzept der Kreuzgrößen (Sister Sizes)
Manchmal passt ein Bikini-Oberteil fast perfekt, aber das Unterbrustband ist einen Tick zu eng oder die Cups fühlen sich nicht ganz richtig an. Hier kommen die Kreuzgrößen ins Spiel. Das Prinzip besagt, dass das Volumen des Cups bei bestimmten Größenkombinationen identisch bleibt.
Wenn dir beispielsweise die 75B im Cup gut passt, aber das Unterbrustband zu eng ist, wäre die Kreuzgröße 80A. Das Cup-Volumen ist gleich, aber das Band ist weiter. Wenn das Band der 75B zu weit ist, das Cup aber passt, wäre die Kreuzgröße 70C die richtige Wahl. Hier ist das Band enger, das Volumen des Cups jedoch gleichbleibend.
- 70C hat das gleiche Cup-Volumen wie 75B und 80A.
- 75C hat das gleiche Cup-Volumen wie 80B und 70D.
- 80C hat das gleiche Cup-Volumen wie 85B und 75D.
Tipps für verschiedene Körpertypen
Jeder Körper ist individuell. Die richtige Größe ist die Basis, aber der richtige Schnitt bringt deine Vorzüge erst richtig zur Geltung.
A-Figur (Birnenform)
Frauen mit einer A-Figur haben schmalere Schultern und eine breitere Hüftpartie. Um die Proportionen auszugleichen, eignen sich auffällige Oberteile mit Mustern, Volants oder hellen Farben. Bei der Hose empfiehlt sich ein schlichtes Modell in dunklen Farben und mit einem eher hohen Beinausschnitt, der die Beine optisch streckt.
V-Figur (Apfelform)
Bei der V-Figur ist der Oberkörper breiter als die Hüften. Hier sind Halterneck-Bikinis ideal, da sie die Schulterpartie optisch schmaler wirken lassen. Die Bikini-Hose darf gerne auffällig sein – etwa mit seitlichen Schleifen oder Gürteln –, um mehr Volumen an der Hüfte zu erzeugen.
X-Figur (Sanduhrform)
Diese Figur zeichnet sich durch eine schmale Taille und fast gleich breite Schultern und Hüften aus. Frauen mit dieser Figur können fast jeden Schnitt tragen. Besonders vorteilhaft sind Modelle, die die Taille betonen, wie zum Beispiel High-Waist-Hosen oder klassische Bügel-Bikinis.
H-Figur (Rechteckform)
Bei der H-Figur sind Schultern, Taille und Hüften ähnlich breit. Ziel ist es oft, optisch mehr Kurven zu zaubern. Das gelingt wunderbar mit Cut-outs, Volants am Oberteil und an der Hose oder auch mit Triangel-Bikinis, die durch ihre Form Kurven simulieren.
Woran erkenne ich, dass der Bikini nicht passt?
Auch nach dem Messen solltest du beim ersten Anprobieren kritisch prüfen. Es gibt klare Anzeichen dafür, dass du eine andere Größe benötigst.
Das Oberteil rutscht hoch
Wenn das Unterbrustband am Rücken nach oben wandert, ist der Umfang zu weit. Das Band sollte waagerecht sitzen und fest genug sein, um den Großteil des Gewichts der Brust zu tragen. Probiere in diesem Fall einen kleineren Unterbrustumfang.
Die Cups werfen Falten
Wenn der Stoff des Cups nicht glatt anliegt, ist das Cup entweder zu groß oder der Schnitt passt nicht zu deiner Brustform. Versuche es mit einer kleineren Cup-Größe oder einem Modell mit Polsterung (Push-up).
Die Brust quillt seitlich oder oben heraus
Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das Cup zu klein ist. Die Brust sollte vom Cup umschlossen werden, ohne dass ein sogenannter Vier-Brust-Effekt entsteht, bei dem das Oberteil die Brust unvorteilhaft teilt.
Die Hose schneidet ein
Wenn sich die Seitenbündchen der Hose tief in die Haut graben, ist die Hose zu klein. Dies ist nicht nur unbequem, sondern zeichnet sich auch unter Strandkleidern ab. Wähle eine Nummer größer, auch wenn dich die Zahl auf dem Etikett vielleicht stört – der Sitz ist entscheidend für die Optik.
Materialkunde: Warum Elasthan wichtig ist
Die meisten Bikinis bestehen aus einer Mischung aus Polyamid und Elasthan. Elasthan sorgt für die nötige Dehnbarkeit und Rücksprungkraft. Ein hochwertiger Bikini sollte einen Elasthan-Anteil von mindestens 15 bis 20 Prozent haben. Bei minderwertigen Materialien leiert der Bikini nach wenigen Malen im Wasser aus und verliert seine Passform.
Ein weiterer Faktor ist die Fütterung. Ein komplett gefütterter Bikini behält seine Form besser und ist zudem blickdicht, wenn er nass wird. Achte beim Kauf darauf, ob der Stoff fest gewebt ist oder sich sehr dünn anfühlt.
Die richtige Pflege für dauerhafte Passform
Damit dein Bikini seine Größe und Form behält, ist die Pflege entscheidend. Chlorwasser, Salzwasser und Sonnencreme greifen die empfindlichen Fasern an. Spüle deinen Bikini nach jedem Tragen mit kaltem, klarem Wasser aus. Wasche ihn nur selten in der Maschine und wenn, dann in einem Wäschesäckchen bei maximal 30 Grad ohne Weichspüler. Weichspüler zerstört die Elastizität der Fasern, was dazu führt, dass der Bikini ausleiert.
Trockne deinen Bikini niemals in der prallen Sonne oder im Wäschetrockner. Die Hitze schadet dem Elasthan. Am besten legst du ihn flach auf ein Handtuch im Schatten.
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FAQ: Häufige Fragen zur Bikini-Größe
Was mache ich, wenn ich zwischen zwei Größen liege?
Bei Bikinis ist es ratsam, im Zweifelsfall die kleinere Größe zu wählen. Textilien für Bademode dehnen sich im Wasser aus. Ein Bikini, der im trockenen Zustand sehr bequem sitzt, kann nass seine Form verlieren und rutschen. Wenn du dich für die kleinere Größe entscheidest, hast du mehr Sicherheit, dass er auch beim Schwimmen fest sitzt.
Gibt es Unterschiede zwischen deutschen und internationalen Größen?
Ja, die gibt es massiv. Während in Deutschland meist EU-Größen (36, 38, 40 etc.) verwendet werden, nutzen US-Marken oft Inch-Angaben oder S-M-L-Systeme. Italienische und französische Größen fallen zudem oft kleiner aus als deutsche Größen. Eine deutsche 38 entspricht oft einer italienischen 42 oder 44. Prüfe daher immer die herstellerspezifische Umrechnungstabelle.
Welche Rolle spielt die Trägerbreite für die Größe?
Die Trägerbreite ändert zwar nichts an der gemessenen Größe, aber viel am Tragegefühl. Bei einer großen Oberweite (ab Cup D) sollten die Träger breiter sein, um das Gewicht besser auf die Schultern zu verteilen und ein Einschneiden zu verhindern. Schmale Träger sind eher für kleinere Cups geeignet, da sie dort weniger Last tragen müssen.
Verändert sich die Bikini-Größe durch Salzwasser?
Salzwasser an sich verändert die Größe nicht dauerhaft, aber es macht das Material kurzzeitig schwerer und dehnbarer. Langfristig können Salzkristalle die Fasern aufreiben, wenn sie nicht ausgespült werden, was zum Ausleiern führt. Daher ist das Ausspülen nach dem Strandbesuch essenziell für den Erhalt der Passform.
Kann ich Oberteil und Hose in verschiedenen Größen kaufen?
Absolut. Das sogenannte Mix-and-Match-Prinzip ist bei vielen Anbietern Standard. Da viele Frauen oben und unten unterschiedliche Konfektionsgrößen haben (zum Beispiel ein schmaler Oberkörper mit breiteren Hüften oder umgekehrt), ist es sogar empfehlenswert, die Teile separat nach den jeweiligen Maßen zu kaufen.
Wie eng muss das Unterbrustband wirklich sitzen?
Es sollte so fest sitzen, dass du noch zwei Finger unter das Band schieben kannst, aber nicht mehr. Es ist die Hauptstütze deines Bikinis. Wenn du die Arme hebst, darf das Band nicht über die Brust rutschen. Teste dies am besten bei der Anprobe durch kurzes Hüpfen oder Armkreisen.
Sind Wattierungen und Pads in der Größe berücksichtigt?
In der Regel ja. Die Hersteller kalkulieren das Volumen von herausnehmbaren oder fest vernähten Pads in die Cup-Größe ein. Wenn du die Pads herausnimmst, kann das Cup etwas lockerer sitzen. Wenn du zwischen zwei Cup-Größen schwankst und ein gepolstertes Modell wählst, solltest du eher zur größeren Größe greifen.
Wie finde ich die richtige Größe für einen Tankini?
Beim Tankini misst du dein Oberteil wie einen Bikini (Unterbrust- und Brustumfang) und die Länge nach deinen persönlichen Vorlieben. Da der Tankini den Bauch bedeckt, ist hier auch der Taillenumfang wichtig, damit das Oberteil nicht zu eng am Bauch spannt oder unschön hochrollt.